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Dass das Buch Wenn die Welt unsere wäre auch als...
Autor*in: Barbara Reidelshöfer
| Buchtitel | Das große Buch des Schreckens – Horror- und Gruselgeschichten aus aller Welt |
|---|---|
| Autor*in, Übersetzer*in | Mia Cassany, übers. v. Antje Riley |
| Illustrator*in | Pep Boatella |
| Lesealter | 12+ |
| Umfang (Seitenzahl) | 52 |
| Edition (Aktuelle Auflage) | 1 |
| Verlag | Knesebeck |
| ISBN | 978-3-95728-956-8 |
| Preis | 20 Euro |
| Erscheinungsjahr d. dt. Erstveröffentlichung | 2025 |
Das große Buch des Schreckens der Autorin Mia Cassany versammelt einige der bekanntesten Klassiker der Grusel-Weltliteratur, schaurige Mythen und furchterregende Volkssagen und erzählt sie kurz und verständlich für ältere Kinder nach. Daneben werden noch wissenswerte Fakten zu Autor*innen oder Kontexten der Geschichten mitgeliefert. Die gruselige Stimmung wird durch die Gestaltung Pep Boatellas verstärkt, sodass das großformatige Bilderbuch mit Erzählungen, Sachinformationen und großflächigen Illustrationen junge Leser*innen unterhaltsam wie anschaulich in die Welt der Horrorliteratur einführt.
Eine Leseprobe ist vorhanden.
Das großformatige Sachbilderbuch ist ein richtiger Eye-Catcher und kann als solcher gewinnbringend zur Leseförderung in schulischen bzw. öffentlichen Bibliotheken eingesetzt werden. Gerade kurz vor Halloween und in der dunklen Jahreszeit bietet es sich an, einen bunt gemischten Lesetisch oder eine Lesekiste zu Schauerliteratur zusammenzustellen. Viele Veröffentlichungen im Sachbuchbereich (z. B. Alles über Geister; Halloween – von Geistern, Vampiren und anderen Spukgestalten; Geister / Monster – Enzyklopädie des Wunderbaren), aber auch in der erzählenden Kinder- und Jugendliteratur (Anton Monsterjäger; Nightmore; Das kleine böse Buch; Die Krähe am unheimlichen See; Scary Harry; Memento Monstrum; SpooKI; Stitch-Head; Stadt der Magier und Diebe; The Spooks; Skulduggery Pleasant u.v.m.) sprechen ganz unterschiedliche Lesetypen und Lesevorlieben an und laden zum Schmökern ein.
Auch bei Lesenächten oder Vorleseaktionen kann das Buch gut genutzt werden und für eine gruselige Stimmung sorgen.
Möchte man eher lesestarke bzw. ältere Jugendliche ansprechen, lädt das Sachbuch dazu ein, davon ausgehend die Originaltexte kennenzulernen und vorzustellen (z. B. Bram Stokers Drakula oder Mary Shelleys Frankenstein) oder stärker multimedial (z. B. mit Stummfilmen wie Nosferatu oder weiteren Filmklassikern wie Tanz der Vampire) zu arbeiten. Das große Buch des Schreckens kann so einen Anreiz geben, sich vertiefter mit dem klassischen Genre der Horrorliteratur und seinen vielfältigen Adaptionen auseinanderzusetzen.
Gute Nachrichten aus aller Welt – von Sudan bis Afghanistan kann sowohl zur individuellen als auch zur schulischen Leseförderung eingesetzt werden und ist auf alle Fälle eine Inspirationsquelle für Projekte im Bereich der BNE. Deswegen sollte es in jeder Schulbibliothek zu finden sein: für die Schüler*innen, aber auch die Lehrkräfte, die hier auf die Schnelle besondere Nachrichten über die Herkunftsländer ihrer Schützlinge erfahren oder Auszüge aus dem Buch nutzen können, um z. B. im Geographieunterricht das Schulbuch zu ergänzen.
Das Sachbilderbuch kann in mehrsprachigen Klassen eingesetzt, aber auch gezielt als Anlass genommen werden, über die Herkunftsländer der Schüler*innen, von denen in der Sammlung viele auftauchen dürften, zu informieren und das dort präsentierte Wissen mit dem Erfahrungsschatz der Lerngruppe sowie weitergehenden Recherchen in einem Schreibprojekt fortzuschreiben.
Da es weder ein Kapitel zu Deutschland noch zu Österreich oder zur Schweiz gibt, liegt es nahe, im Rahmen des materialgestützten informierenden Schreibens im Deutschunterricht ein neues, auch mehrseitiges Kapitel zu konzipieren, für das alle Schüler*innen kurze Informationstexte (kooperativ) verfassen. Denn auch über Deutschland hört man häufig viel zu viel Negatives; Aktionen aus der Bürgerschaft, engagierte Ideen und innovative Impulse gehen häufig in der Berichterstattung unter, was auch zur zunehmenden Zukunftsunsicherheit bzw. -lähmung bei Schüler*innen beitragen dürfte. Hier kann im Unterricht gezielt dagegen gearbeitet werden und so Resilienz der Kinder und Jugendlichen durch einen positiven Blick auf Partizipationsmöglichkeiten aufgebaut werden: Die Recherche nach jüngst erfolgten Aktionen zur Mitgestaltung und positiver Veränderung in Gesellschaft, Kultur, Stadt und Land, Umwelt- und Naturschutz sowie Sport bietet viele Möglichkeiten, sich mit politischer Einflussnahme und Gestaltungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und zu erfahren, dass eine solche für jede*n von uns möglich und sinnstiftend ist. Die entstehenden Texte sind sicherlich auch für die Schulgemeinschaft, vielleicht sogar für die Kommune bzw. Stadt interessant, zumal wenn die Schüler*innen sich – gerade in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftskunde- bzw. Politikunterricht – mit dieser beschäftigt haben und könnten in einer kleinen Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sollte sich das Projekt über den Klassenraum ausweiten, ist natürlich auch an die Zusammenarbeit mit weiteren Unterrichtsfächern wie Kunst oder die Nutzung von Projekttagen zu denken. Aber in kleinerem Rahmen können die besten Texte auch auf der Schulhomepage oder in der Schulbibliothek mit einem passenden Büchertisch präsentiert werden.
Ein solcher kann natürlich auch unabhängig davon neben den Gute[n| Nachrichten aus aller Welt mit Sachbüchern wie Generation Hope – wie wir gemeinsam die Welt verändern; Whistleblower Rebels – 20 Jugendliche, die für Wahrheit kämpfen; Boys who dare to be different; Good night stories for rebel girls weitere inspirierende Veröffentlichungen präsentieren und so Mut für eine bessere Zukunft machen.