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Buchcover Ina Rometsch und Bernhard Speh: Redaktion Wadenbeißer - Krimi-Comics zum Lesen & Mitraten

Rezension von Kira Töller

Die Redaktion der Schülerzeitung »Wadenbeißer« hat viel zu tun: mal müssen sie aufdecken, wer in die Eichenschule eingebrochen ist und zwei DVD-Spieler gestohlen hat, mal versuchen sie bei einem Klassenausflug in den Zoo herausfinden, wer eines der fünf frisch geschlüpften Chamäleon-Babys entführt hat. Um die Fälle zu lösen, helfen alle sieben Mitglieder der Redaktion auf ihre eigene Art und Weise...

BuchtitelRedaktion Wadenbeißer: Krimi-Comics zum Lesen & Mitraten
AutorIna Rometsch, Bernhard Speh
GenreKrimi & Thrill
Lesealter8+
Umfang80 Seiten
Edition1. Auflage
VerlagFranckh Kosmos Verlag
ISBN978-3-440-12866-4
Preis9,95 €

Die Redaktion der Schülerzeitung »Wadenbeißer« hat viel zu tun: mal müssen sie aufdecken, wer in die Eichenschule eingebrochen ist und zwei DVD-Spieler gestohlen hat, mal versuchen sie bei einem Klassenausflug in den Zoo herausfinden, wer eines der fünf frisch geschlüpften Chamäleon-Babys entführt hat. Um die Fälle zu lösen, helfen alle sieben Mitglieder der Redaktion auf ihre eigene Art und Weise. Sei es der Chefredakteur Ben Riecher, der meist mit der Fotografin Klara Argus Zeugen und Verdächtige befragt, oder der Webmeister, der mit seinen selbstgeschriebenen Programmen geheime Codes knacken kann – jedes Mitglied trägt mit seinen besonderen Fähigkeiten zur Aufklärung bei.
Bis jetzt haben die Wadenbeißer noch jeden Fall gelöst. Die Frage ist, ob die Leser beim Lösen der Krimi-Comics auch so erfolgreich sind!? Denn genau dies macht den besonderen Reiz an den Wadenbeißer-Fällen aus: Jeder Leser wird selbst zum Redaktionsmitglied und kann fleißig mitraten und kommt so vielleicht schon selbst auf das Rätsels Lösung. Und sollte das mal nicht klappen, gibt es immer noch alle Auflösungen am Heftende.

Die Leseprobe zu "Redaktion Wadenbeißer: Krimi-Comics zum Lesen & Mitraten" von Ina Rometsch und Bernhard Speh finden Sie hier.

Die Krimi-Comics über die Redaktion der Schülerzeitung »Wadenbeißer« von Ina Rometsch und Bernhard Speh wecken das Interesse der acht- bis zehnjährigen Leser durch die stets gegebene Spannung, die vielen Identifikationsmöglichkeiten, die Nähe zum realen Leben der Heranwachsenden und die Möglichkeit des eigenständigen Auflösens der Fälle. Die kindlichen Leser werden zu einem Mitglied der Redaktion von Chefredakteur Ben Riecher, Fotografin Klara Argus und den restlichen Mitgliedern, indem sie genauestens auf Hinweise jeglicher Art achten müssen, um den Täter ausfindig machen zu können. Dies stellt den besonderen Reiz der Krimi-Comics dar: die Leser nehmen am Geschehen teil.

Die Spannung wird in allen 18 Fällen stets nach dem gleichen Schema aufgebaut: es geschieht ein Verbrechen oder ein Vorfall, der die Aufmerksamkeit der Redaktionsmitglieder weckt, so dass sie damit beginnen, zu ermitteln. Meist nehmen sich der Chefredakteur des »Wadenbeißers«, Ben Riecher und die Fotografin Klara Argus der Ermittlungen an und beginnen damit, Verdächtige, Opfer und Tatorte zu befragen und zu fotografieren. Sie lösen ohne Ausnahme jeden Fall, verraten den Leserinnen und Lesern die Lösung allerdings nie. Diese müssen eigenständig kombinieren, Hinweise finden und diesen nachgehen, um den Fall lösen zu können.

Die Geschehnisse, die die Redaktionsmitglieder aufdecken, sind meist eher alltäglich und harmlos als actionreich und aufregend. So werden Klassenarbeiten vermisst, die der Deutschlehrer Herr Fasel verlegt hat oder es wird ein Graffiti an eine Außenwand der Eichenschule gesprüht. Zu den aufregenderen Vorfällen zählen ein bissiger Hund, der das jüngste Redaktionsmitglied, Tim Schmal, beißt, ein Stinkbombenanschlag in der Aula der Schule und ein Einbruch in die Schule, bei dem zwei DVD-Player geklaut werden. Die Themenauswahl ist an das empfohlene Lesealter angepasst und behandelt Vorkommnisse und Probleme, die den jungen Leserinnen und Lesern durchaus auch im realen Leben schon einmal begegnet sein könnten. Auch aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Umweltverschmutzung und Sachbeschädigung werden behandelt, wodurch die Kinder einen ersten Einblick in solche Themen erhalten.

So werden stets Themen aus der Lebenswelt der Heranwachsenden behandelt: die Schülerzeitung trifft mit Sicherheit auf großes Interesse, vor allem, da sie von den Schülerinnen und Schülern der Eichenschule eigenverantwortlich geführt und von keiner Lehrperson kontrolliert wird. Zusätzlich sorgen Themen wie Computertechnik, Musikbands, Autos und Dinosaurier dafür, dass viele Interessen speziell von Jungen angesprochen werden.

Insgesamt sind die Comics sehr kindergerecht, da eher leichte Vergehen anstatt schwere Verbrechen aufzuklären sind. Sie sind auch für Leseanfänger geeignet, da sich der Umfang des geschriebenen Textes in Grenzen hält und sich ein Kapitel jeweils nur über vier Seiten erstreckt, so dass ein Fall mit einiger Anstrengung schon nach kurzer Zeit gelöst werden kann.